Waschmittel und Umweltbelastung

Vor mehreren Jahrzehnten wurde bekannt, wie belastend Waschmittel auf die Umwelt wirken. Nicht umsonst wird in der chemischen Industrie bei der Herstellung von Waschmitteln auf den Schutz durch hochwertige Arbeitskleidung geachtet, wie etwa von Engelbert-Strauss. Es sind v.a. die schädlichen Tenside, welche die Gewässer verschmutzen und nicht selten zu einem Tier- und Pflanzensterben führen. Glücklicherweise wurde dieser Gefahr eine Verordnung entgegengestellt. Und so verfassten Experten im Jahre 1986 die Tensidverordnung. In dieser Ordnung ist festgeschrieben, dass nur solche anionischen und nichtionischen Tenside für Waschmittel verwendet werden dürfen, die zu mindestens 90 Prozent von den Kläranlagen abgebaut werden können. Damit fand man einen Kompromiss zwischen Umwelt und Verbraucher, dessen überleben letztlich von der Umwelt abhängig ist.

Tenside schädigen die Umwelt

Wie bereits erwähnt sind es die Tenside, welche zu den gefährlichsten Stoffen gehören. Sie sind im Abwasser enthalten. Dabei wird ein großer Teil der Tenside bereits abgebaut, bevor das Abwasser in die Kläranlage fließt. Dieser Abbau nennt sich Primärabbau. Doch trotz dessen bleiben die wesentlichen Elemente dieser gefährlichen, umweltschädigenden Tensidverbindung auch nach dem Primärabbau erhalten. Chemisch betrachtet erfolgt beim Primärabbau die Hydrolyse einer Esterfunktion. Dabei wird eine Methylgruppe oxidiert. Der Primärabbau kann erst dann als Kriterium für die Umweltverträglichkeit herangezogen werden, wenn verschiedene Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu gehört, dass beim Totalabbau der Tenside keine gefährlichen Zwischenprodukte entstehen, welche genau so giftig oder sogar noch gefährlicher sind, als das Ausgangsprodukt. Während des Primärabbaus der Tenside dürfen weiterhin keine Metaboliten entstehen. Metaboliten lassen sich ebenfalls schwer abbauen und können damit in die Nahrungskette eindringen.

Umweltschutz beginnt beim Menschen selbst

Generell kann gesagt werden, dass es kein umweltfreundliches Waschen gibt. Waschmittel kann höchstens für die Umwelt verträglich sein. Daran ändern auch die speziellen Öko-Waschmittel nichts. Auch sie belasten, entgegen ihrer Versprechungen, die Umwelt. Es gibt keine Waschmittel ohne Chemie. Seit kurzer Zeit gibt es im Handel Waschmittel, welche der Verbraucher selbst zusammenmixen kann. Dabei wird der Bedarf berücksichtigt.

Wer beim Waschen die Umwelt schonen will, der sollte die Waschmaschine immer voll beladen, eine energiesparend Waschmaschine kaufen, Vollwaschmittel nur selten nutzen und das Waschmittel sorgfältig in Abhängigkeit von der Wasserhärte dosieren.

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