Wieviel Chemie steckt in unserer Kleidung?

Kleidung soll schön aussehen, praktisch sein und der Mode entsprechen. Haben Sie sich aber schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie viel Chemie in Kleidung steckt?

Es ist erschreckend, das in einem Kilo Textilien das sechsfache an Chemie verborgen sein kann. Allein ein Baumwoll T-Shirt, mit einem Gewicht von 500g ist mit dem vierfachen Eigengewicht an Chemie belastet.

Schon bei der Herstellung von Garn oder der Veredelung des Stoffes wird mit Chemikalien gearbeitet, damit knitterfreier, waschechter und formbeständiger Stoff hergestellt werden kann.
Auf den Etiketten ist meist der Hinweis angebracht: Nicht bügeln, Schmutz abweisend oder formstabil. Dann können Sie davon ausgehen, dass dieses Kleidungsstück ein reichhaltiges Chemiebad genossen hat.

Was ist in Textilien enthalten?

Zum Herstellen der Textilien werden Reinigungsmittel und zum bleichen Wasserstoffperoxid und Natriumchlorid genutzt. Zum Färben und Bedrucken der Kleidung sind die Hilfsmittel Azofarbstoffe und Benzidinfarbstoffe im Einsatz. Das Gewebe behält davon bis zu 6% des Eigengewichtes. Auch Pestizide und Fungizide finden Verwendung.

Kleidung soll “pflegeleicht” bleiben? Formaldehyd heißt das Hilfsmittel, das hinzugefügt wurde. Einen unangenehmen Geruch hinterlässt Kleidung, die mit Chemie behandelt worden ist. Riechen Sie beim Kauf einfach an dem Textil.

Auslöser von Allergien?

Kleidung mit dem Hinweis “färbt ab” oder “separat waschen” sind immer mit Chemie behandelt worden. Die Farbe löst sich beim Schwitzen und überträgt die Giftstoffe auf die Haut. Verwendetes Kunstharz oder Parfüm kann heftige Allergien auslösen. Auch Schwermetalle, das heißt Chrom, Kupfer, Zink und Blei, die in Materialien verwendet werden, können Allergien auslösen. Wer zu allergischen Reaktionen neigt, wird nach kurzer Zeit einen Ausschlag oder Juckreiz bemerken. Allergiker sollten entweder Bio Kleidung tragen oder darauf achten, um Allergien zu verhindern, das auf dem Etikett “waschecht” vermerkt ist.

Ökologische Kleidung?

Chemikalien, die Giftstoffe enthalten, werden bei der Herstellung von Bio Textilien nicht verwendet.
Angepflanzte reine Baumwolle wird genutzt. Aus Schafhaltung wird reine Wolle gewonnen. Aus der Naturfaser, Leinen, Sisal oder Seide. Aus Tierhaaren wird ökologische Kleidung hergestellt. Kunstfasern werden nicht verarbeitet. Behandelt werden auch Textilien aus Naturfaser. Mit Sauerstoff wird gebleicht und mit Waschmittel, das abbaubar ist, ausgewaschen. Es wird Bienenwachs zum Imprägnieren genutzt. Pflanzen, sowie Naturfarben, geben dem Textil die Farbe.

Achten Sie beim Kauf der Kleidung auf das Label “GOTS” oder “Öko-Tex Standard 100″. Dann sind Sie auf der chemiefreien Seite.

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